Antiquitäten Schrank – der Frankfurter Wellenschrank
Eine Spielart der wertvollen Frankfurter Schränke – der Frankfurter Wellenschrank. Mitte des 17. Jahrhunderts entwarf der Frankfurter Schreinermeister Friedrich Unteutsch in seiner Schreinerei erste Prototypen des prunkvollen Frankfurter Schranks – eine Bezeichnung, die sich später für prachtvolle Kleiderschränke barocken Stils durchsetzte.
Frankfuter Wellenschrank – kein Möbel der Bescheidenheit
Aus seiner Werkstatt eroberte der Frankfurter Schrank die Welt – damals dauerte die Herstellung der oft aufwendig verzierten und häufig aus Nussbaum-Furnier, aber auch anderen massiven Holzarten, mindestens ein Jahr. Antike Frankfurter Schränke kommen mittlerweile nicht immer aus Frankfurt, ein Großteil der von Antiquitätenhändlern hoch gehandelten Frankfurter Schränke kommt jedoch aus der Metropole am Main, in der der Prototyp des Frankfurter Schrank entworfen wurde, oder aus dem näheren Umfeld. Für die Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts typisch, sind die Schränke eher als klobig zu bezeichnen. Wer damals einen solchen Schrank besaß, wollte nicht unbescheiden auf seinen Reichtum an wertvollen Leinenwaren hinweisen, die man in solchen Schränken verstaute. Heute sind Frankfurter Schränke hochgeschätzte Antiquitäten, die nach wie vor wertvoll gehandelt werden und gerade in freien Räumen voll zur Geltung kommen.
Gewellte Profilleisten prägten den Wellenschrank Begriff
Eine besonders wertvolle und edle Spielart dieses Möbels ist der Frankfurter Wellenschrank. Namen gebend für den Wellenschrank sind die querfurnierten, gewellten Profilleisten. Durch diese ergibt sich ein formschönes Wellenprofil an den Frontseiten und oft auch Seitenteilen dieser massiven Schränke. Wie bei anderen Frankfurter Schränken auch steht der Wellenschrank häufig auf den charakteristisch-barocken Kugelfüßen, die mal rund, mal gequetscht ausgebildet sind. Je aufwendiger ein Frankfurter Wellenschrank verarbeitet und verziert ist, je besser er erhalten und je älter er ist, desto höher sein Wert.