Monthly Archives: April 2010

Antiquitäten Schrank – der Frankfurter Wellenschrank

30 April 2010

Eine Spielart der wertvollen Frankfurter Schränke – der Frankfurter Wellenschrank. Mitte des 17. Jahrhunderts entwarf der Frankfurter Schreinermeister Friedrich Unteutsch in seiner Schreinerei erste Prototypen des prunkvollen Frankfurter Schranks – eine Bezeichnung, die sich später für prachtvolle Kleiderschränke barocken Stils durchsetzte.

Frankfuter Wellenschrank – kein Möbel der Bescheidenheit

Aus seiner Werkstatt eroberte der Frankfurter Schrank die Welt – damals dauerte die Herstellung der oft aufwendig verzierten und häufig aus Nussbaum-Furnier, aber auch anderen massiven Holzarten, mindestens ein Jahr. Antike Frankfurter Schränke kommen mittlerweile nicht immer aus Frankfurt, ein Großteil der von Antiquitätenhändlern hoch gehandelten Frankfurter Schränke kommt jedoch aus der Metropole am Main, in der der Prototyp des Frankfurter Schrank entworfen wurde, oder aus dem näheren Umfeld. Für die Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts typisch, sind die Schränke eher als klobig zu bezeichnen. Wer damals einen solchen Schrank besaß, wollte nicht unbescheiden auf seinen Reichtum an wertvollen Leinenwaren hinweisen, die man in solchen Schränken verstaute. Heute sind Frankfurter Schränke hochgeschätzte Antiquitäten, die nach wie vor wertvoll gehandelt werden und gerade in freien Räumen voll zur Geltung kommen.

Gewellte Profilleisten prägten den Wellenschrank Begriff

Eine besonders wertvolle und edle Spielart dieses Möbels ist der Frankfurter Wellenschrank. Namen gebend für den Wellenschrank sind die querfurnierten, gewellten Profilleisten. Durch diese ergibt sich ein formschönes Wellenprofil an den Frontseiten und oft auch Seitenteilen dieser massiven Schränke. Wie bei anderen Frankfurter Schränken auch steht der Wellenschrank häufig auf den charakteristisch-barocken Kugelfüßen, die mal rund, mal gequetscht ausgebildet sind. Je aufwendiger ein Frankfurter Wellenschrank verarbeitet und verziert ist, je besser er erhalten und je älter er ist, desto höher sein Wert.

Antiquitäten Vitrinen – Kennzeichen der Gründerzeitvitrine

26 April 2010

Gründerzeit Antiquitäten – was macht eigentlich das Besondere einer Gründerzeitvitrine aus? Die Stilepoche der Gründerzeit steht für Aufschwung, Aufbruchstimmung und gipfelnden Wohlstand des Bürgertums. Es war Gründerzeit, als im 19. Jahrhundert die Industrialisierung in Mitteleuropa für einen wahren Wirtschaftsboom sorgte. Es entwickelte gerade das Bürgertum ein neues stolzes Selbstverständnis, das Schluss mit einer Bescheidenheit in der Wohnkultur machte: Jeder sollte sehen können, dass das Bürgertum zu neuem Reichtum gekommen war. Entsprechend entwickelten sich die Einrichtungen der Häuser zu dieser Zeit. Die Gründerzeitmöbel, sollten der Ausdruck des neuen bürgerlichen Selbstbewusstseins sein. Es kann also kaum jemanden verwundern, dass die antiken Vitrinen, Stühle, Tische und Schränke aus der Gründerzeit auch heute noch als echte Schmuckstücke wahrgenommen werden. In Ihnen mischen sich viele Stilrichtungen vergangener Zeiten, wie der Renaissance, dem Barock und des Rokoko.

Repräsentatives Möbel – die Gründerzeitvitrine

Gerade Gründerzeitvitrinen sind Antiquitäten aus dieser Zeit, die auch im modernen Wohnraum voll zur Geltung kommen. Vitrinen aus dieser Aufschwungzeit des Bürgertums im 19. Jahrhundert hatten damals vor allem eine repräsentative Funktion: Dunkles Holz, wie Nussbaum oder Eiche, und aufwendige Verzierungen, die an die Kunstformen der Renaissance erinnern, sind typisch für Gründerzeitmöbel. Nicht nur die aufwendigen Verschnörkelungen und neobarocken Verzierungen greifen vergangene Stilepochen auf, sondern auch die Form der Möbel orientiert sich an den klobigen, kantigen Formen, die auch schon in der Renaissance zugegen waren. Kennzeichen für Gründerzeitvitrinen sind des Weiteren die charakteristischen Kugelfüße oder gedrechselte Beine und Verstrebungen an Vitrinen oder Schrankaufsetzern.

Antike Kommoden so erkennt man eine antike Kommode

23 April 2010

Antiquitäten liegen immer im Trend – auch und gerade im 21. Jahrhundert lassen sich Möbelliebhaber und Einrichtungsfreunde von der Schönheit und hochwertigen Verarbeitung der Möbel der vergangenen Jahrhunderte und Stilepochen begeistern. Zunehmend führt die Beliebtheit von Antiquitäten auch zu einem Boom von billigen Replikaten und Händlern, die versuchen mit dem Verkauf von Kopien antiker Möbel Gewinn zu machen. Möchten Sie also eine echte, antike Kommode erwerben, hilft nur der aufmerksame Blick und im Zweifelsfall der Rat eines Experten. Antike Kommoden sind im Gegensatz der “auf-alt-gemachten” Replikate beinahe immer aus massivem Holz oder Leimholz und nicht wie die moderne Massenware aus günstigerem Holz-Furnier.

Bearbeitungsmethode macht bei antiken Kommoden den optischen Unterschied

Antike Kommoden verfügen, sofern Sie noch nicht aufgearbeitet wurden, über eine natürliche Patina. “Neuen, falschen Antiquitäten” wurde diese Patina künstlich auferlegt, was man meistens sehen kann, da es sich um echte Gebrauchsspuren handelt. Ein Hinweis, der auch Laien erkennen lässt, ob eine Kommode tatsächlich älter ist als aus dem Jahr 1840, dass Sie keinerlei scharfe Kanten aufweisen darf. Denn zu dieser Zeit gab es noch keine Kreissägen oder ähnliche Werkzeuge, mit denen Hölzer auf diese Weise verarbeitet wurden.

Um stets Antiquitäten von Fälschungen zu unterscheiden braucht es aber letztendlich viel Erfahrung und Know how. Lassen Sie sich am besten vom Antiquitätenhändler Ihres Vertrauens beraten und lernen Sie Stück für Stück, was z.B. eine antike Kommode oder andere Antiquitäten so wertvoll macht und wie Sie von neueren Möbeln zu unterscheiden sind.

Antiquitäten Barock das sind die Kennzeichen des Barockschrank

21 April 2010

Der Barock ist eine kunstgeschichtliche Stilepoche, die der Renaissance folgte und dem Klassizismus vorausging und umfasst in etwa die Zeit von 1600 bis 1770. Möbel aus dieser Epoche sind opulent und reichlich verziert. Sie erinnern uns an den Ludwig XIV, dem Sonnenkönig Frankreichs, der im Schloss in Versailles im vollkommenen Überfluss und Luxus schwelgte.

Schränke aus der Epoche des Barocks bestehen zumeist aus poliertem Holz, das durch das Spiel mit Licht und Schatten besticht. Hierzu wurden edle Holzarten, wie Palisander, Kirschbaum oder Ebenholz verarbeitet, das zu kunstvollen Formen gedrechselt wurde. Die geschwungenen Linien und die bauchigen Flächen sowie die spiralförmigen, stark verschnörkelten Beine wurden zum typischen Merkmal von Möbeln im Barockstil.

Intarsien und Bronzebeschläge – zwei mögliche Kennzeichen eines Barock Schrank

Neben der typischen gewellten Silhouette stehen Intarsien aus Elfenbein oder Schildplatt, Halbedelsteinen und edlen Metallen, wie Gold oder Bronze im Mittelpunkt der Arbeit. Auch Applikationen und Bronzebeschläge sind ein typisches Kennzeichen barocker Schränke und anderer Möbel aus dieser Epoche. Schränke aus dieser Zeit sind verschnörkelt und üppig in ihrer Form und Ausgestaltung. Sie sind häufig bis ins kleinste Detail mit Verzierungen versehen. Durch ihre Extravaganz und Opulenz benötigen Barockschränke viel Platz, um auf den Betrachter wirken zu können, denn die Stilepoche des Barocks stellte klar den künstlerischen Aspekt des Möbels vor den Nutzen.

Antik Schränke – schön eingerichtet mit antiken Schränken

17 April 2010

Schluss mit 08/15-Wohnen, antike Schränke zeugen von gutem Geschmack und Individualität. Der Trend geht zur industriellen Bearbeitung, die eher auf kostengünstiges Fichtenholz oder das noch preiswertere Holz-Furnier anstelle von hochwertigen Materialien setzt. Quasi kostenlos dazu bekommen die Kunden dann auch noch leider oftmals allzu einfallsloses Design, welches sich in den Massenmöbelläden unserer Zeiten leider viel zu oft mit geringerer Qualität gepaart im Angebot findet. Statt Möbel erhalten stehen die Zeichen auf Möbel neu kaufen, das freut den Hersteller und sorgt für einen deutlich geringeren Anspruch an die Haltbarkeit der Möbel.

Moderne Möbel Massenware lassen Indiviualität verkümmern

Ganz nebenbei hat die Massenware vom Fließband hat dazu beigetragen, dass sich Wohnungen und Einrichtungen oft wie ein Ei dem anderen gleichen. Dabei lassen sich Individualität und guter Geschmack auch mit der Inneneinrichtung und der Wahl der Möbel unter Beweis stellen. Statt einer Eiche Schrankwand, wie Sie auch Ihr Nachbar hat, sollten Sie sich einmal mit Antiquitäten beschäftigen: Antike Schränke können aus einer 0815-Einrichtung eine stilvolle und hochwertige Wohnatmosphäre schaffen.

Antik Möbel und antike Schränke – Handarbeit von bleibender Schönheit

Antiquitätenliebhaber wissen zu Recht um den besonderen handwerklichen Wert, den Antiquitäten mit sich bringen: In den vergangenen Jahrhunderten wurden Schränke noch in mühevoller Handarbeit und nur unter Verwendung solider Materialen gebaut, schließlich sollten sie ein ganzes Leben und am besten noch viel länger halten. Antike Schränke müssen dabei nicht zwangsläufig mit anderen Antiquitäten kombiniert werden. Im Gegenteil kann bei einer Einrichtung, die moderne Designermöbel mit antiken Möbelstücken kombiniert, eine intensive ästhetische Spannung entstehen: Die moderne Exklusivität von Designerstücken aus dem 21. Jahrhundert wird unterstrichen durch die geschmackvolle Schönheit vergangener Stilepochen und umgekehrt. Original antike Möbel sind zudem eine lohnende Investition. Nicht nur verwandeln Sie Ihre Wohnung in einen Hort des guten Geschmacks (wobei mittlerweile auch der schlechte Geschmack als Verkaufsansatz gelten kann), betrachtet man den florierenden Antiquitätenmarkt können Sie zu Recht von einer guten Geldanlage sprechen.

Schrank Biedermeier – wie pflegt man einen antiken Biedermeier Schrank

14 April 2010

Antike Möbel, wie eben auch Antiquitäten Schränke, brauchen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bei der Möbelpflege, auch wenn grundsätzliche keine gesonderte Pflege für einen antiken Biedermeierschrank notwendig ist. Aufmerksamkeit und Pflege sind hier zweierlei Seiten der selben Antikmöbel Medaille. Am Beispiel Biedermeier Schrank festgehalten: Es genügt im Normalfall, dass man diesen ab und zu mit einem trockenen weichen Tuch abreibt. Sollte sich der eine oder andere Fleck auf der Holzoberfläche befinden, kann man diesen mit einem leicht angefeuchteten Tuch abreiben und lässt danach die Stelle gut abtrocknen. Danach kann man die Stelle mit einem fertigen Möbelöl, welches auf ein weiches Tuch aufgeträufelt wurde, nachbehandeln. Eine Alternative für fertig gekauftes Möbelöl besteht in der Nutzung von Oliven- oder auch Rapsöl. Dieses vor der Benutzung leicht anwärmen. Die Benutzung dieser Ölarten sollte man allerdings zuerst an einer nicht sofort ins Auge fallenden Stelle des antiken Schrankes ausprobieren.

Antikschrank Pflege – Im Zweifel lieber nochmal einen Fachmann fragen

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Nutzung einer Möbelschnellpflege. Diese Produkte bestehen aus einer Mischung mit Bienenwachs, allerdings ohne Zugabe eines Lösungsmittels – bei wertvollen Möbeln, oder aber generell bei alten Möbeln empfiehlt es sich aber vor dem ersten Einsatz eines Möbelpflege Produktes einen Fachmann zu befragen ob das Pflegemittel der eigenen Wahl wirklich keine Nebenwirkungen für das wertvolle Möbel hat. Hat man sich für eine Möbelpflege entschieden ist die Handhabung einfach, das Produkt wird häufig mit Hilfe einer Sprühflasche kurz auf die betroffene Fläche aufgesprüht. Danach einfach mit einem weichen Lappen abwischen. Bei einer starken Verschmutzung wird die Möbelschnellpflege reichlich auf einen Lappen aufgesprüht und auf die verschmutzte Stelle aufgerieben. Das Ganze etwa eine Minute einwirken lassen und dann abwischen. Durch die Möbelpflege
entsteht auf dem Möbelstück ein gewisser Schutzfilm, der relativ lange anhält.

Antiquitäten Bauernschrank – was ist ein Bauernschrank?

10 April 2010

Antike Bauernschränke spiegeln häufig territoriale Einflüsse wieder und verraten dadurch woher und nichtzuletzt auch wann sie erbaut worden sind. Damals wie heute gilt: Der Schrank macht Dinge ordentlicher, Bettwäsche, Handtücher und die Bekleidung konnten übersichtlich angeordnet werden. Die praktische Aufteilung erleichterte jegliche Sortierung. Vielfach war im oberen Bereich die Hutablage. Auf einer Kleiderstange hingen ordentlich auf Holzbügeln sortierte Sachen. Regalböden auf der anderen Schrankseite boten viel Platz. Der typische Antiquitäten Bauernschrank ist zweitürig und in seiner Bauart eher schlicht. Es gibt ebenso eintürige Modelle, die ein Glas- oder Spiegeleinsatz ziert. Antike Bauernschränke beeindrucken durch Stabilität. Das Gewicht durch den Einsatz von Massivholz ist beachtlich.

Antiker Bauernschrank meist schlichte Ausführung, aber nicht immer

Die verschiedenen Modell-Ausführungen sind für antike Bauernschränke charakteristisch. Im Rokoko und Klassizismus entstanden besonders kunstvolle Schränke. Durch prächtige Schnitzereien und filigrane Drechselarbeiten entstanden wuchtige Kunstwerke, die überwiegend dunkel gebeizt wurden. Diese Bauernschränke beeindrucken noch heute mit ihren aufwendigen Motiven.

Skandinavische Bauernschränke entstanden vielfach aus Natur belassenem Nadelholz mit der typischen Optik. Holzmaserungen und Aststellen belebten die Oberflächen. Dunkelgebeizte Ausführungen wurden ebenso hergestellt. Glatte Schranktüren betonten die schlichte Ausführung, die nur durch einfache Verzierungen im oberen und unteren Bereich etwas aufgewertet wurde.

Bauernschrank Malerei ersetzte reduzierte Verarbeitungsopulenz

Neben den schlichten Reliefs und Schnitzmotiven waren bei antiken Bauernschränken Malereien ein wichtiges Gestaltungselement. Blau, Rot oder Grün wurden als Grundfarbe genutzt. Überwiegend spiegelten darauf die Ornamente Naturmotive wieder. Blumen und Tiere zierten Schranktüren. Bildgestaltungen, die Geschichten erzählten, waren eine attraktive Besonderheit.  Schlicht oder üppig, jeder Bauernschrank beeindruckt noch immer durch die Handwerkskunst. Im heutigen Wohnambiente werden diese als dekorative Besonderheit mit praktischem Stauvolumen bevorzugt als Einzelstück platziert.