Monthly Archives: Mai 2010

Weichholzmöbel – Welche Holzarten werden für Weichholzmöbel genommen?

31 Mai 2010

Vom Bauernmobiliar zum Liebhaberstück – früher galten Weichholzmöbel als so genannte Bauernmöbel und wurden mit zusätzlicher Farb-Bemalung zu schmucken Einrichtungs- und Aufbewahrungsmöbeln aufgewertet. Wer zu dieser Zeit etwas auf sich hielt, setzte auf schwere und dunkle Hartholzmöbel. Viele, die nicht das nötige Kleingeld, für solch teure Möbel hatten, bedienten sich einem einfachen Trick. Sie verfärbten die günstigen Weichholzmöbel in einer Weise, dass diese sich farblich nicht mehr von den echten Hartholzmöbeln unterscheiden ließen. Um die Täuschung zu perfektionieren wurden sogar die Maserung des Hartholzes auf das Weichholz aufgetragen. Aber wie das Wort früher am Anfang schon zeigt, haben sich die Zeiten geändert. Antike Weichholzmöbel sind begehrt und vor allem stabil. Schön restauriert sind sie als Antiquitäten ein Blickfang in jedem Haus und in jeder Wohnung und verleihen ein en vogue Gefühl.

Weichholzmöbel – Heimisches Holz für hemische Möbel

Das Mobiliar wurde zur damaligen Zeit aus einheimischen Hölzern hergestellt. Das weiche Holz der Tannen, Fichten und Kiefern wird heute noch zur liebevollen Restaurierung historischer Stück genutzt. Diese filigrane Handarbeit, ist mit den industriell hergestellten Weichholzmöbeln von Heute, nicht zu vergleichen. Mit etwas Geschick und Zeit können die ältesten Weichhölzer wieder in neuem Glanz erscheinen. Sammler und Restauratoren besuchen vor allem Flohmärkte und ähnliche Verkaufsveranstaltungen, um besondere Stücke aus der Barockzeit, bis hin zur Zeit des Jugendstils zu ergattern. Wer sich einmal die Zeit nimmt, ein Weichholzmöbelstück zu restaurieren, wird von dieser Freizeitgestaltung schnell in ihren Bann gezogen werden.

Antiquitäten Kleiderschrank – der Gründerzeit Kleiderschrank

26 Mai 2010

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Deutsch-Französischen Krieg Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich mit der Gründerzeit ein neues Lebensgefühl. Das Bürgertum präsentierte mit Möbeln zunehmenden Wohlstand. Ein repräsentativ stattlicher Stil zog mit kantigen, reich geschmückten Gründerzeit-Möbeln in die Wohnungen ein. Großzügige Räumlichkeiten boten für diesen Stil ideale Stellmöglichkeiten. Es stand jedes Detail dekorativ im Mittelpunkt und die Gründerzeit-Möbel wurden zu Repräsentanten eines neu erworbenen Statussymbols.

Gründerzeit-Möbel Spiegelbild des Zeitgeist

Die Gründerzeit bzw. die geschichtliche Epoche ist nicht mit dem Zeitraum, in dem typische Gründerzeit-Möbel hergestellt wurden, gleichzusetzen. Diese Zeitspanne begann Mitte des 19. Jahrhunderts und reichte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nur Stil und Form entscheiden bei der Zuordnung aller Antiquitäten. Massive Möbel aus Eiche oder Nussbaum wurden als kantige Formen hergestellt, die markant strukturiert und durch beachtenswerte Handwerkskunst reich verziert waren. Ornament-Schnecken, verzierte Säulenelemente, Pilaster, gedrechselte und profilierte Kugelfüße, schlichte Fußklötzer, Reliefs, Zierknäufe und bekrönende Aufsätze sind nur einige Beispiele. Ein antiker Gründerzeit Kleiderschrank beeindruckt mit seiner Kranzgestaltung, zwei verzierten Schranktüren und unten mit einem durchgehenden oder geteilten Schubkastensystem. Stilvolle Metallbeschläge runden das Bild ab.

Antikmöbel Gründerzeit Kleiderschrank als charmantes Einzelstück

Eine komplette Einrichtung mit Gründerzeit-Möbeln ist durch die Wuchtigkeit eher in der heutigen Zeit selten. Jedoch als Kontrastelement ist der optimal aufgearbeitete antike Kleiderschrank eine attraktive Ergänzung zu schlichten, modernen Möbeln mit Glas und Metall. Dieser Kleiderschrank ziert nicht nur Schlafbereiche. Er verleiht jedem großzügigen Dielenbereich ein besonderes Charisma, erzählt Geschichten der Vergangenheit.

Antiquitäten Vertiko so erkennt man ein Vertiko

23 Mai 2010

Ein Vertiko ist ein so etwas wie ein Zierschrank, d.h. ein oftmals schmales Möbelstück, das durch seine vertikale Ausrichtung viel Platz bietet und gleichzeitig Raum sparen kann. Das klassische Vertiko besteht aus zwei hochformatigen Türen, die im Innenraum des Schranks diverse Regalbretter verdecken, und ein oder zwei darüber liegenden Schubladen.

Otto Vertikow tischlerte das erste Vertiko

Oftmals befindet sich auf dem Vertiko selbst eine Galerie oder ein anderer Aufsatz, der ebenfalls zum kunstvollen Äußeren des Vertikos beiträgt. So können Gegenstände, die auf der Deckplatte des Vertikos präsentiert werden, an Aufmerksamkeit und Fokus gewinnen. Nicht, wie man meinen könnte, hat das Vertiko seinen Namen durch seine vertikale Ausrichtung erhalten. Der Hersteller der ersten Vertikos war Otto Vertikow, ein Berliner Tischler. Er verlieh seinen Möbelstücken zunächst den Namen Vertikow, der aller Wahrscheinlichkeit nach aber über die Jahre das abschließende “W” verlor.

Vertiko ein typisches Gründerzeit Möbel

Vertikos waren vor allem in der Gründerzeit sehr modern und wurden damals wie heute aus sehr unterschiedlichen Holzarten gefertigt. Neben Weichholz kommen auch hochwertige Holzarten für die fertigung in Frage. Antiquitäten Vertiko haben oft künstlerische Kanten und Veredelungen aufzuweisen. Ihre antike Herkunft sieht man diesen Möbelstücken also bereits auf den ersten Blick an. Diese Schnitzereien werden durch schöne metallene oder aus Porzellan bestehende Griffe perfekt ergänzt und machen das Ganze komplett. Viele der echt antiken Vertikos sind aus Fichtenholz gefertigt.

Antiquitäten Sekretäre – der Biedermeier Sekretär in Mahagoni

20 Mai 2010

Liebesbriefe schreiben, Gedichte verfassen, endlich seine Memoiren zu Papier bringen: All diese Aktivitäten klingen im Zeitalter schnelllebigen Konsums und modernster Internettechnologie ein wenig antiquiert. Und dennoch ist Schreiben – ganz egal ob am Laptop oder tatsächlich noch mit Füllfederhalter eine schöngeistige Tätigkeit mit Stil und Geschmack. Und Schöngeister wissen, nirgends schreibt es sich geschmackvoller, nirgends küsst die Muse mit größerer Intensität, nirgends lässt sich größere Stilsicherheit beweisen als an einem antiken Biedermeier Sekretär in edlem Mahagoni Holz.

Biedermeier Epoche geprägt durch Rückzug in eigene vier Wände

Biedermeier, als die Stilepoche der ersten Hälfte des 19 Jahrhunderts, steht heute zwar für einen gewissen Konservatismus im Denken, ästhetisch gesehen aber für geschmackvolle Einrichtung und ein neues Selbstverständnis bürgerlicher Wohnkultur, die auf behagliche Gemütlichkeit und eine Betonung des Privaten und Schönen setzt. Der elegante und schlichte Stil des Biedermeier Möbeldesigns ist Ausdruck eines neuen Wohlgefühls in den eigenen vier Wänden, wobei nicht nur auf Behaglichkeit, sondern auch auf Funktionalität gesetzt wurde.

Biedermeier Sekretär Mahagoni schön und inspirierend

Bei einem stilechten Biedermeiersekretär können Sie sich also sicher sein, dass Sie nicht nur einen eleganten Inspirationsort gefunden haben, sondern gleichsam einen Arbeitsort, an dem Sie Ihre Korrespondenz in vielen fein gearbeiteten Schubladen aufbewahren können. In den aus hochwertigem Mahagoni gearbeiteten Fächern bietet sich ausreichend Platz für Ihre Büroutensilien, die Sie nach getaner Arbeit ganz einfach verschwinden lassen können. Der Ort, wo Sie von der Muse geküsst werden, lässt sich von jetzt auf gleich in ein ausschließlich dekoratives Möbelstück umwandeln.

Biedermeier Sekretär – zu alt für den täglichen Gebrauch?

16 Mai 2010

Für die Kulturepoche des Biedermeier – 1815 bis 1848 – ist ein auffallendes Bemühen um Schlichtheit charakteristisch. Trotz zurückhaltendem Design gilt die Stilepoche des Biedermeier al eine sehr kreative Zeit in der bildenden Kunst. Im Laufe der Stilepoche verloren sich die Einflüsse der bis dahin herrschenden Stilrichtungen, die Inneneinrichtung der wohlhabenden Haushalte verlor Stück um Stück ihr üppiges Dekor, und die Impulse, die dabei hauptsächlich von Adelshäusern ausgingen, fanden schnelle Verbreitung. In Bezug auf die Lebensweise ist noch heute von bürgerlichen Tugenden die Rede. Häuslichkeit bekam einen wichtigeren Stellenwert als Repräsentation. Die Möbel wurden einfacher, behielten jedoch eine besondere Eleganz. Ihr Stil war keinesfalls einheitlich. So konnte der Biedermeier Sekretär ein kleiner, fast unscheinbarer Gegenstand mit Schubladen sein; es gab ihn aber auch als großen Schrank mit klappbarer Schreibunterlage.

Gar nicht bieder, die Möbel des Biedermeier

Verarbeitet wurden Edelhölzer mit ausdrucksvoller Farbgebung, ebenso weiche Hölzer, die durch ihren warmen, honigfarbenen Ton Behaglichkeit vermittelten. Grundsätze wie Fleiß, Bescheidenheit und Pflichtgefühl drückten sich in der Wohnkultur aus und machen immer noch den besonderen Reiz von Biedermeiermöbeln aus.

Der Biedermeier Sekretär ist heute wie damals gefragtes Einrichtungsstück

Es finden sich in vielen Haushalten Stücke, die ein Erbe aus dem frühen 19. Jahrhundert sind, da ihre einstigen Besitzer durchaus nicht mehr nur vornehmen Familien entstammten. Wer einen gut erhaltenen Sekretär aus dieser Zeit besitzt, der wird ihn auch in seine moderne Einrichtung integrieren und ihn benutzen. Er ist keinesfalls zu alt dafür! Im Gegenteil, er schafft eine Atmosphäre, die behutsam der heutigen Schnelllebigkeit entgegenwirkt, und ein Brief, den man darauf schreibt, versetzt den Absender sogar in eine Besinnlichkeit, die ein noch wertvollerer Nachlass ist.

Antiquitäten Kommode – Gründerzeit Kommode

13 Mai 2010

Die Gründerzeit leitete Ende des 19. Jahrhunderts durch wachsenden Wohlstand ein neues Wohngefühl ein. Massive Möbel mit kantiger Grundstruktur und handwerklich attraktiven Verzierungen rückten in den Mittelpunkt der Wohnkultur. Großzügige Raumaufteilungen ermöglichten stilvollendete Einrichtungen mit Gründerzeit-Möbeln. Vorrangig prägten Hölzer und entsprechend auch Möbel aus den Hölzern Eiche und Nussbaum diese Stilepoche. Edelhölzer waren damals wie heute eine teure Art des Einrichtens, das trifft auch – vielleicht ein bisschen überraschend – auf das eigentlich in Mitteleuropa durchaus vorhandene Nussbaum-Holz zu. Weichholzmöbel mit speziellen Oberflächenlasuren oder als furnierte Ausführung ermöglichten den unteren Gesellschaftsschichten ebenfalls das Einrichten mit Gründerzeit-Möbeln.

Zeitloses Möbel Kommode als praktischer und formschöner Stauraum

Kommoden sind zu allen Zeiten beliebt und praktisch. In den Schubkästen gibt es viel Stauvolumen und unterschiedliche Schubkästen-Systeme verleihen Individualität. Attraktive Zierelemente sind Zeugen einer beeindruckenden Drechselkunst. Jedes Detail fasziniert. Die Deckelplatten gefallen mit der typischen Profilierung, über die gern liebevoll die Finger gleiten. Schnecken, Lisenenleisten und Diamantenquader sind nur einige Zierelemente. Der vorderen Fußgestaltung wurde viel Bedeutung beigemessen. Sie rundet mit profilierten oder gedrechselten Kugeln das Erscheinungsbild ab. Im hinteren – für den Betrachter nicht einsehbaren – Bereich sind nur schlichte Holzklötzer als Standfüße angebracht. Ein weiteres Gestaltungselement sind die verzierten und zierlich geschwungenen Griffe aus verschiedenen Metallen. Als Blindattrappe oder mit Schließmechanismus liegen diese angenehm in der Hand.

Stillvoll wohnen mit antiken Kommoden der Gründerzeit

Antike Kommoden aus der Gründerzeit sind in der heutigen Zeit besonders edle Einrichtungsgegenstände mit interessanter Vergangenheit. Sie fügen sich als dekoratives Einzelstück optimal in jedes Wohnambiente ein. Wertvolle Maserungen künden von der Vielseitigkeit des Holzes mit seinen Lebensadern. Edle Oberflächen setzten besondere Akzente. Stilvoll wohnen mit einer antiken Kommode aus der Gründerzeit muss kein Traum bleiben.

Antikes Stilmöbel – die Antiquitäten Kommode des Biedermeier

8 Mai 2010

Die Jahre zwischen 1815 und 1848, die als Epoche des Biedermeier bekannt sind, gehören zur letzten schöpferischen Zeitspanne vor dem Beginn der historischen Nachahmungen (Historismus). Die Bezeichnung Biedermeier Stilepoche erhielt das Biedermeier allerdings erst nachträglich, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Möbelherstellung brachte in der Stilepoche des Biedermeier klare Formen hervor, die sich vor allem durch Zweckmäßigkeit auszeichneten und dennoch ein sehr elegantes Design aufwiesen. Dekoratives Zierwerk war nicht mehr gefragt. Stattdessen waren gute Weich- und Edelhölzer mit ihren Maserungen das Schmuckelement schlechthin. Besondere Profilierungen, auf die nicht verzichtet wurde, entdeckte man oft erst auf den zweiten Blick. Die ausgezeichnete Handwerksarbeit war dagegen vordergründig sichtbar.

Biedermeier Kommode schöne Optik, reichlich Stauraum

Die Biedermeier Kommode hatte meist große Fächer, die herausgezogen werden konnten. Sie waren zwei- oder mehrfach übereinander angeordnet, boten reichlich Stauraum, und obenauf war viel Platz, der gern für Ziergegenstände und Bilder genutzt wurde. Gemütlichkeit und Idyll waren Ausdruck des Rückzuges in die Privatsphäre, die als unpolitisch galt. Eine Kommode fehlte fast in keinem Haushalt und stand auch nicht nur ausschließlich im Wohnzimmer.

Ihre Verwendungsmöglichkeiten waren äußerst vielfältig, und auch die so genannte Herrenkommode war sehr beliebt. Bei der Herstellung wurde vorrangig helles Holz verwendet, in dem die Maserungen besser zur Geltung kamen. Eine farbliche Besonderheit waren schwarze Kommoden, die heute Seltenheitswert haben. Wegen ihrer schlichten Form sind diese Möbelstücke mühelos in moderne Einrichtungen integrierbar. Zahlreiche Nachbildungen dieses Mobiliars zeugen davon, wie beliebt die Möbel im Stil des Biedermeier noch immer sind.

Antiquitäten Schränke wie bestimmt man der Wert antiker Schränke?

5 Mai 2010

Antiquitäten erfreuen sich uneingeschränkter Beliebtheit. Egal ob sie als begehrenswerte Sammlerobjekte auf Auktionen einen hohen Preis erzielen und so auch als eine Art Wertanlage und schöngeistige Investition betrachtet werden, oder ob die Besitzer von Antiquitäten die Möbel und antiken Gegenstände wegen ihres ästhetischen Wertes lieben und einfach das wunderbare Wohnambiente, das Antiquitäten ausstrahlen können, genießen möchten, der Antiquitätenmarkt ist lebhaft wie eh und je.

Antiquitäten Schränke – antikes Sammlerstück oder Reproduktion?

Dennoch tummeln sich auf Antiquitätenmärkten und auch bei Internethändlern zahlreiche Scharlatane, die Ihnen billige Replikate oder schlecht erhaltene, alte Möbelstücke ohne besonderen Wert als originale Sammlerstücke verkaufen möchten. Um den tatsächlichen Wert antiker Schränke und anderer Möbelstücke zu erkennen und zu schätzen bedarf es eines guten Auges und ein bisschen Erfahrung. Meist sind es die Experten und Händler Ihres Vertrauens, die über das notwendige Knowhow verfügen, den Wert des Antiken Möbels zu bestimmen. Dieser richtet sich nicht, wie viele vermuten, nach dem bloßen Alter des Schranks.

Älter = meist auch teurer: Renaissance Schrank teurer als Jugendstil Schrank

Im Gegenteil müssen viele Parameter hinzugezogen werden, um ein Möbelstück in seinem Wert zu bestimmen. Dazu gehört das Alter nur indirekt: Tatsächlich ist es die Seltenheit des Stückes und die Frage, wie gut der Schrank erhalten ist. So erklärt sich, dass Schränke beispielsweise aus der Renaissance (15- 16. Jahrhundert) vielfach wertvoller sind, als ein Jugendstil Schrank, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts en vogue waren: Gut erhaltene Renaissance-Schränke sind einfach von immenser Seltenheit (pdf) und werden am Antiquitätenmarkt hoch gehandelt, wobei aus der Epoche des Jugendstils mehr Möbelstücke erhalten werden konnten.

Antik Schrank – Antiquitäten Jugendstil von Richard Riemerschmid

2 Mai 2010

Der Münchner Künstler und Architekt Richard Riemerschmid prägte wie kaum ein anderer die Epoche des Jugendstils in Deutschland. Als Mitbegründer der “Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk” und als Möbeldesigner für die “Dresdner Werkstätten Handwerkskunst” wirkte er als Wegbereiter einer Demokratisierung des stilvollen Wohnens. Er gestaltete Entwürfe für Möbel, die nicht länger als Einzelstücke die Werkstätten verließen, sondern machte mit seinen Entwürfen für die serielle Herstellung hochwertiger Jugendstil-Möbel geschmackvolles und kunstvolles Wohnen zu einem massentauglichen Projekt. Während die Bezeichnung “Industriedesign” in vielen Ohren abwertend klingen mag, bedeutete dies dennoch eine Revolution der Wohnkultur.

Design und Industrie – Richard Riemerschmid Möbel Entwürfe setzen Maßstäbe

Die Schönheit des Jugendstildesigns wurde einer breiteren Bevölkerung zugänglich gemacht und konnte so als prägende Vorstellung von Einrichtung und Design des frühen 20. Jahrhunderts ihren Siegeszug antreten. Richard Riemerschmids Möbel bestechen durch ihre zeitlose Schönheit und durch die Verwendung durchweg hochwertiger Hölzer und Materialien. Wie für den Jugendstil stilprägend, finden sich auch in vielen Richard Riemerschmid Möbeln die charakteristischen floralen Muster und stilisierten Ornamente. Riemerschmid Möbel wurden von führenden Möbelherstellern, etwa der Firma Larsen Furniture re-editiert. In deren Sortiment finden sich hochwertige polster- oder lederbezogene Armlehn- und Musikzimmerstühle nach Riemerschmidmotiven.

Wer sich von Riemerschmids Entwürfen, der auch als Architekt wirkte, berauschen und begeistern lassen möchte, sollte unbedingt die Münchner Kammerspiele, das damals weltweit erste Jugendstiltheater der Welt, besuchen. Wenn Sie von der architektonischen Schönheit dieses Baus ebenso begeistert sind, wie Jugendstilliebhaber aus aller Welt, sind Riemerschmid Antiquitäten Jugendstil ein wertvoller Einrichtungstipp für Sie!