Monthly Archives: Juni 2010

Kleiderschrank antik kaufen – ein antiker Kleiderschrank nicht nur zum Ansehen

13 Juni 2010

Unter den antiken Möbeln finden sich natürlich auch zahlreiche Kleiderschränke, die womöglich noch bis in die 70er Jahre mit farbigem Kunstharzlack aufgepeppt verwendet wurden. In der Regel handelt es sich um Schränke aus der Gründerzeit, des Jugendstils oder des Art Deco, seltener Biedermeier oder älter. Das Holz ist häufig Weichholz, welches nach aktuellem Geschmack gewachst durch warme Töne besticht. Gerade der antike Kleiderschrank kann in seiner eigentlichen Funktion verwendet werden, so dass der antike Schrank nicht nur mit wenigen Preziosen gefüllt als Zierrat dient.

Natürlich ist ein Möbel wie Kleider- oder Küchenschrank, das regelrecht verwendet wird und dessen Türen tagtäglich geöffnet werden, um Dinge zu entnehmen anderen Belastungen ausgesetzt als beispielsweise ein Vertiko, in dem Tischdecken aufgewahrt werden, welche nur selten hervorgeholt werden.

Worauf sollte also geachtet werden?

Grundsätzlich wie bei allen Massivholzmöbel oder antiken Möbeln: Die Luft des Raumes sollte nicht zu trocken sein. Bei laufender Heizung bitte Luftbefeuchter aufstellen. Obacht bei Fußbodenheizung: Die erwärmte Luft wird regelrecht in das Möbel hinein geblasen und trocknet das Holz weiter aus. Hier sollten Schälchen mit Wasser unter das Möbel gestellt werden.

Türen und Scharniere desAntikschrank sollten in Ordnung, d.h. lauffähig und schließbar sein. Die Passung darf nicht durch verzogene Türen gestört sein, ansonsten werden die Türen beim ständigen Öffnen weiter beschädigt. Sprünge im Holz der Türen können durch häufige Bewegung weiter vorspringen. Der Schrank sollte außerdem gut und gerade ausgerichtet sein. Auch gilt es zu bedenken, dass ein Kleiderschrank antik aus Weichholz nicht so stark beladen werden kann wie ein Eichenschrank. Wenn dieser Regeln beachtet und ein sorgsamer Umgang mit den antik Möbeln gepflegt wird, kann ein antiker Kleiderschrank als Gebrauchsmöbel viel Freude bereiten und schmückt den Raum in einer sehr individuellen und schönen Weise.

Antiquitäten Kommode – Biedermeierkommode

11 Juni 2010

Biedermeierkommoden präsentieren handwerkliches Geschick vergangener Zeiten. Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts war in Deutschland die Zeit des Biedermeiers. Das Bürgertum sehnte sich nach einem gemütlichen Heim. Durch politische Entwicklungen rückte ein preiswerter und schlichter Möbelstil die natürliche Maserung des Holzes in den Mittelpunkt. Wurzelmaserfurniere verzauberten schlichtes Kiefernholz zu attraktiven Möbeln. Aufwendige Schnitzereien und Drechselarbeiten, Intarsien und Vergoldungen gehörten der Vergangenheit an. Nussbaum und Kirsche wurden zu dominierenden Holzarten, die nach alter Handwerkskunst aufgearbeitet noch heute eine Bereicherung für modernes Wohnambiente sind.

Stauraum in schöner Form die Biedermeierkommode

Hochglanzpolierte, antike Kommoden aus der Biedermeierzeit haben unterschiedlich angeordnete Schubkästen. Vielfach sind es drei durchgehende, die mit ihren Furnierbildern auf den Kastenblenden und dezent verzierten Metallbeschlägen bei Schlössern und Griffelementen das Gesamtbild der Kommode beeinflussen. Oftmals sind Säulen das einzige Zierelement und stützen elegant den obersten Schubkastenbereich, der etwas vorsteht und besondere Räumlichkeit vermittelt. Jeder Holzliebhaber wird ebenso das handwerkliche Geschick bei den Furnierbildern an beiden Seiten bewundern. Holz mit seiner Lebendigkeit steht bei der Kommode aus dem Biedermeier im Mittelpunkt. Vier elegante, vielfach konisch zulaufende Schrankfüße vermitteln bei diesen Modellen eine gewisse Leichtigkeit.

Biedermeier Schreibkommode

Eine Schreibkommode aus dem Biedermeier ist ein ganz besonderes Möbelstück. Über den Schubkästen kann eine Schreibplatte aufgeklappt werden und dahinter verbergen sich kleine Schubkästen, die für Ordnung sorgen. Vielleicht wird sogar ein Geheimfach entdeckt. Antike Biedermeierkommode sind echte Schmuckstücke aus vergangenen Zeiten und ziehen alle Blicke auf sich. In Einzelstellung präsentiert sie ihre glänzende Schönheit.

Antiquitäten Schrank – Biedermeier Dielenschrank

8 Juni 2010

Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts war in Deutschland die Zeit des Biedermeiers. Ähnlich wie heute wurden auch die damaligen unruhigen Zeiten, bedingt durch die aufkommende Industrialisierung, durch einen Rückzug in das gemütliche Zuhause kompensiert. Welt verändernde, technische Erfindungen schufen eine neue Moderne, die aus heutigem Blickwinkel natürlich ziemlich als aussieht. Im Biedermeier erfuhr die Würdigung der kulturellen Vergangenheit den Erhalt in der häuslichen Idylle. Materielle Beschränkungen sollten mit künstlerischer Schönheit bei z.B. dem Biedermeier Dielenschrank verbunden werden.

Biedermeier-Dielenschrank schlicht schön, ganz der Zeit entsprechend

Beim Biedermeier-Dielenschrank stehen Funktionalität und klare Formgebung im Vordergrund. Repräsentative, üppige Verzierungen und Prunk verloren an Bedeutung. Einige schlichte Zierelemente rahmten die individuelle Schönheit des Materials. Die Maserung des Holzes rückte in den Mittelpunkt. Nussbaum-Wurzelmaserungen verliehen dem Biedermeier-Dielenschrank ein besonders attraktives Aussehen. Der Einsatz von Edelhölzern faszinierte mit typischen Oberflächenbildern. Handwerkliches Geschick nutzte bei den harmonischen Möbel-Proportionen stilvoll die Holzmaserungen. Pappel, Eibe, Birnbaum, Kirsche, Birke und Nussbaum wurden überwiegend verarbeitet. Mitunter entstanden Möbel aus Walnuss und Mahagoni. Durch glatt polierte Oberflächenbearbeitungen blühte jede interessante Maserung auf.

Dielenschrank des Biedermeier Funktion trifft Nutzen

Ein Dielenschrank aus der Biedermeierzeit überzeugt noch immer mit seiner Funktionalität und den großzügigen Platzverhältnissen. Konische Vierkantfüße vermitteln schlichte Linienführungen, die jegliche Klobigkeit ablehnen. Gestufte Sockelvarianten und schlicht profilierte oder geschwungene Kranzgestaltungen stellen bei sachlich strukturierten Schranktüren mitunter die einzige Zierde dar. Dielenschränke können ebenfalls im unteren Bereich ein Schubkastensystem haben. Alle eingearbeiteten Griffe und Türschlösser sind zierlich unscheinbar oder anmutig verzierte Metallausführungen. Ein Biedermeier-Dielenschrank ist für die großzügige Dielengestaltung etwas Besonderes. Als freistehendes Einzelstück entfaltet er seine Schönheit, erinnert an vergangene Zeiten.

Was kennzeichnet einen chinesischen Hochzeitsschrank?

6 Juni 2010

Der antike chinesische Hochzeitsschrank zählt nicht nur in Deutschland zu den begehrtesten Möbelstücken aus dem Reich der Mitte. Der Bestand an gut erhaltenen antiken Original-Hochzeitsschränken ist mittlerweile schon stark reduziert. Die Bezeichnung „Hochzeitsschrank“ weist auf die traditionelle Schenkung dieser Schrankart hin, die auch heute noch zur Hochzeit gehört.

Chinesischer Hochzeitsschrank gefertigt aus Zedern- oder Ulmenholz

Der häufigste Farbton für den Hochzeitsschrank ist dunkles Rot. Ein chinesisches Brautpaar trägt rote Kleidung. Rot ist in China ein Symbol für Freude. Es gibt aber auch Schränke in Schwarz, hellem Rot, Weiß, manchmal Mint. Der chinesische Hochzeitsschrank ist aus dem Holz von Zedern oder Ulmen gefertigt. Seltener aus Zypressen- oder Kampferholz. Er weist keine Verschraubungen, Nagelungen oder Türscharniere auf. Nur Holzverbindungen zeugen von traditioneller Herstellung.

Große, runde, metallene Beschläge sind mittig über die beiden Flügeltüren hin angebracht, die kein anderer Schrank aufweist. Weiterhin hat er immer eine Höhe zwischen 170-180 cm, die Tiefe liegt zwischen 50–60 cm und die Breite beträgt 90-110 cm. Der Korpus ist nicht zerlegbar. Verschlossen wird er mit einem Metallstab. Der traditionelle, echte Hochzeitsschrank weist keine Innenfächer auf. Diese werden bei der Restaurierung gern nachträglich angebracht, da sie ohne solche schwer verkäuflich sind.

Gradlinigkeit gepaart mit schlichter Eleganz

Art und Design der chinesischen Hochzeits-Schränke bestechen durch ihre Klarheit und Geradlinigkeit. Ihr exotisches Flair harmoniert optimal mit ihrer schlichten Eleganz. Dadurch passen sie sich harmonisch allen anderen Stilrichtungen an und bleiben dennoch ein äußerst dekoratives, asiatisches Einrichtungs-Element innerhalb der jeweiligen Einrichtung.

Antiquitäten Gründerzeit der Gründerzeit Schrank

3 Juni 2010

Antiquitäten aus der Gründerzeit haben viele Gesichter, deshalb ist es für Laien schwer, Gründerzeit Antiquitäten tatsächlich als solche einzuordnen. Genau genommen bezieht sich der Begriff auf den ausgehenden Historismus, wird von Fachleuten nicht als Stilepoche gesehen und beinhaltet letztendlich die Zeit um 1870, in der ein Unternehmensgründer schnell wohlhabend werden konnte.

Gründerzeit Möbel – irgendwo zwischen Barock und Historismus

Umgangssprachlich hat sich die Bezeichnung durchgesetzt, wenn sie auch inhaltlich den Historismus meint. Der wiederum brachte Möbel hervor, die vergangenen Epochen nachempfunden wurden. Ein Schrank aus der historischen Gründerzeit kann beispielsweise dem Barock ähneln, kann aber auch wie ein Renaissance-Möbel aussehen. Antiquitäten aus dem 19. Jahrhundert, besonders aus deren zweiten Hälfte, haben, dessen ungeachtet, eine große Liebhabergemeinde. Völlig zu Recht! Sie sind von handwerklicher Kunstfertigkeit und meistens aus sehr gutem Holz gearbeitet.

Gründerzeitschrank, pompöse Verzierung und dominant in der Wirkung

Ein Schrank war damals nicht nur ein funktionaler Einrichtungsgegenstand. Das Bürgertum legte großen Wert darauf, dass darin gleichfalls der Aufschwung, den es selbst in dieser Zeit erlebte, Ausdruck fand. Das Mobiliar schien sich in der Art seines Dekors deshalb zu übertrumpfen. Pompös und wuchtig war so ein Schrank fast immer; dazu reich verziert und oft auch mit Goldbemalungen versehen. Die Möbelherstellung wurde durch die industrielle Entwicklung vereinfacht, was wiederum Schwierigkeiten bei der dekorativen Gestaltung nach sich zog. Verzierungen wurden durch spezielles Formen von Papiermaché (auch Pulpe oder Pappmache genannt) gefertigt und Zinkguss mit entsprechender Bemalung ersetzte die Goldbronze. Ein Fachmann erkennt das, zieht Rückschlüsse auf das Herstellungsjahr. Ein Gründerzeitschrank ist eine Antiquität und – erkennbar.