Biedermeier Sekretär – zu alt für den täglichen Gebrauch?

16 Mai 2010

Für die Kulturepoche des Biedermeier – 1815 bis 1848 – ist ein auffallendes Bemühen um Schlichtheit charakteristisch. Trotz zurückhaltendem Design gilt die Stilepoche des Biedermeier al eine sehr kreative Zeit in der bildenden Kunst. Im Laufe der Stilepoche verloren sich die Einflüsse der bis dahin herrschenden Stilrichtungen, die Inneneinrichtung der wohlhabenden Haushalte verlor Stück um Stück ihr üppiges Dekor, und die Impulse, die dabei hauptsächlich von Adelshäusern ausgingen, fanden schnelle Verbreitung. In Bezug auf die Lebensweise ist noch heute von bürgerlichen Tugenden die Rede. Häuslichkeit bekam einen wichtigeren Stellenwert als Repräsentation. Die Möbel wurden einfacher, behielten jedoch eine besondere Eleganz. Ihr Stil war keinesfalls einheitlich. So konnte der Biedermeier Sekretär ein kleiner, fast unscheinbarer Gegenstand mit Schubladen sein; es gab ihn aber auch als großen Schrank mit klappbarer Schreibunterlage.

Gar nicht bieder, die Möbel des Biedermeier

Verarbeitet wurden Edelhölzer mit ausdrucksvoller Farbgebung, ebenso weiche Hölzer, die durch ihren warmen, honigfarbenen Ton Behaglichkeit vermittelten. Grundsätze wie Fleiß, Bescheidenheit und Pflichtgefühl drückten sich in der Wohnkultur aus und machen immer noch den besonderen Reiz von Biedermeiermöbeln aus.

Der Biedermeier Sekretär ist heute wie damals gefragtes Einrichtungsstück

Es finden sich in vielen Haushalten Stücke, die ein Erbe aus dem frühen 19. Jahrhundert sind, da ihre einstigen Besitzer durchaus nicht mehr nur vornehmen Familien entstammten. Wer einen gut erhaltenen Sekretär aus dieser Zeit besitzt, der wird ihn auch in seine moderne Einrichtung integrieren und ihn benutzen. Er ist keinesfalls zu alt dafür! Im Gegenteil, er schafft eine Atmosphäre, die behutsam der heutigen Schnelllebigkeit entgegenwirkt, und ein Brief, den man darauf schreibt, versetzt den Absender sogar in eine Besinnlichkeit, die ein noch wertvollerer Nachlass ist.

Antiquitäten Kommode – Gründerzeit Kommode

13 Mai 2010

Die Gründerzeit leitete Ende des 19. Jahrhunderts durch wachsenden Wohlstand ein neues Wohngefühl ein. Massive Möbel mit kantiger Grundstruktur und handwerklich attraktiven Verzierungen rückten in den Mittelpunkt der Wohnkultur. Großzügige Raumaufteilungen ermöglichten stilvollendete Einrichtungen mit Gründerzeit-Möbeln. Vorrangig prägten Hölzer und entsprechend auch Möbel aus den Hölzern Eiche und Nussbaum diese Stilepoche. Edelhölzer waren damals wie heute eine teure Art des Einrichtens, das trifft auch – vielleicht ein bisschen überraschend – auf das eigentlich in Mitteleuropa durchaus vorhandene Nussbaum-Holz zu. Weichholzmöbel mit speziellen Oberflächenlasuren oder als furnierte Ausführung ermöglichten den unteren Gesellschaftsschichten ebenfalls das Einrichten mit Gründerzeit-Möbeln.

Zeitloses Möbel Kommode als praktischer und formschöner Stauraum

Kommoden sind zu allen Zeiten beliebt und praktisch. In den Schubkästen gibt es viel Stauvolumen und unterschiedliche Schubkästen-Systeme verleihen Individualität. Attraktive Zierelemente sind Zeugen einer beeindruckenden Drechselkunst. Jedes Detail fasziniert. Die Deckelplatten gefallen mit der typischen Profilierung, über die gern liebevoll die Finger gleiten. Schnecken, Lisenenleisten und Diamantenquader sind nur einige Zierelemente. Der vorderen Fußgestaltung wurde viel Bedeutung beigemessen. Sie rundet mit profilierten oder gedrechselten Kugeln das Erscheinungsbild ab. Im hinteren – für den Betrachter nicht einsehbaren – Bereich sind nur schlichte Holzklötzer als Standfüße angebracht. Ein weiteres Gestaltungselement sind die verzierten und zierlich geschwungenen Griffe aus verschiedenen Metallen. Als Blindattrappe oder mit Schließmechanismus liegen diese angenehm in der Hand.

Stillvoll wohnen mit antiken Kommoden der Gründerzeit

Antike Kommoden aus der Gründerzeit sind in der heutigen Zeit besonders edle Einrichtungsgegenstände mit interessanter Vergangenheit. Sie fügen sich als dekoratives Einzelstück optimal in jedes Wohnambiente ein. Wertvolle Maserungen künden von der Vielseitigkeit des Holzes mit seinen Lebensadern. Edle Oberflächen setzten besondere Akzente. Stilvoll wohnen mit einer antiken Kommode aus der Gründerzeit muss kein Traum bleiben.

Antikes Stilmöbel – die Antiquitäten Kommode des Biedermeier

8 Mai 2010

Die Jahre zwischen 1815 und 1848, die als Epoche des Biedermeier bekannt sind, gehören zur letzten schöpferischen Zeitspanne vor dem Beginn der historischen Nachahmungen (Historismus). Die Bezeichnung Biedermeier Stilepoche erhielt das Biedermeier allerdings erst nachträglich, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Möbelherstellung brachte in der Stilepoche des Biedermeier klare Formen hervor, die sich vor allem durch Zweckmäßigkeit auszeichneten und dennoch ein sehr elegantes Design aufwiesen. Dekoratives Zierwerk war nicht mehr gefragt. Stattdessen waren gute Weich- und Edelhölzer mit ihren Maserungen das Schmuckelement schlechthin. Besondere Profilierungen, auf die nicht verzichtet wurde, entdeckte man oft erst auf den zweiten Blick. Die ausgezeichnete Handwerksarbeit war dagegen vordergründig sichtbar.

Biedermeier Kommode schöne Optik, reichlich Stauraum

Die Biedermeier Kommode hatte meist große Fächer, die herausgezogen werden konnten. Sie waren zwei- oder mehrfach übereinander angeordnet, boten reichlich Stauraum, und obenauf war viel Platz, der gern für Ziergegenstände und Bilder genutzt wurde. Gemütlichkeit und Idyll waren Ausdruck des Rückzuges in die Privatsphäre, die als unpolitisch galt. Eine Kommode fehlte fast in keinem Haushalt und stand auch nicht nur ausschließlich im Wohnzimmer.

Ihre Verwendungsmöglichkeiten waren äußerst vielfältig, und auch die so genannte Herrenkommode war sehr beliebt. Bei der Herstellung wurde vorrangig helles Holz verwendet, in dem die Maserungen besser zur Geltung kamen. Eine farbliche Besonderheit waren schwarze Kommoden, die heute Seltenheitswert haben. Wegen ihrer schlichten Form sind diese Möbelstücke mühelos in moderne Einrichtungen integrierbar. Zahlreiche Nachbildungen dieses Mobiliars zeugen davon, wie beliebt die Möbel im Stil des Biedermeier noch immer sind.

Antiquitäten Schränke wie bestimmt man der Wert antiker Schränke?

5 Mai 2010

Antiquitäten erfreuen sich uneingeschränkter Beliebtheit. Egal ob sie als begehrenswerte Sammlerobjekte auf Auktionen einen hohen Preis erzielen und so auch als eine Art Wertanlage und schöngeistige Investition betrachtet werden, oder ob die Besitzer von Antiquitäten die Möbel und antiken Gegenstände wegen ihres ästhetischen Wertes lieben und einfach das wunderbare Wohnambiente, das Antiquitäten ausstrahlen können, genießen möchten, der Antiquitätenmarkt ist lebhaft wie eh und je.

Antiquitäten Schränke – antikes Sammlerstück oder Reproduktion?

Dennoch tummeln sich auf Antiquitätenmärkten und auch bei Internethändlern zahlreiche Scharlatane, die Ihnen billige Replikate oder schlecht erhaltene, alte Möbelstücke ohne besonderen Wert als originale Sammlerstücke verkaufen möchten. Um den tatsächlichen Wert antiker Schränke und anderer Möbelstücke zu erkennen und zu schätzen bedarf es eines guten Auges und ein bisschen Erfahrung. Meist sind es die Experten und Händler Ihres Vertrauens, die über das notwendige Knowhow verfügen, den Wert des Antiken Möbels zu bestimmen. Dieser richtet sich nicht, wie viele vermuten, nach dem bloßen Alter des Schranks.

Älter = meist auch teurer: Renaissance Schrank teurer als Jugendstil Schrank

Im Gegenteil müssen viele Parameter hinzugezogen werden, um ein Möbelstück in seinem Wert zu bestimmen. Dazu gehört das Alter nur indirekt: Tatsächlich ist es die Seltenheit des Stückes und die Frage, wie gut der Schrank erhalten ist. So erklärt sich, dass Schränke beispielsweise aus der Renaissance (15- 16. Jahrhundert) vielfach wertvoller sind, als ein Jugendstil Schrank, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts en vogue waren: Gut erhaltene Renaissance-Schränke sind einfach von immenser Seltenheit (pdf) und werden am Antiquitätenmarkt hoch gehandelt, wobei aus der Epoche des Jugendstils mehr Möbelstücke erhalten werden konnten.

Antik Schrank – Antiquitäten Jugendstil von Richard Riemerschmid

2 Mai 2010

Der Münchner Künstler und Architekt Richard Riemerschmid prägte wie kaum ein anderer die Epoche des Jugendstils in Deutschland. Als Mitbegründer der “Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk” und als Möbeldesigner für die “Dresdner Werkstätten Handwerkskunst” wirkte er als Wegbereiter einer Demokratisierung des stilvollen Wohnens. Er gestaltete Entwürfe für Möbel, die nicht länger als Einzelstücke die Werkstätten verließen, sondern machte mit seinen Entwürfen für die serielle Herstellung hochwertiger Jugendstil-Möbel geschmackvolles und kunstvolles Wohnen zu einem massentauglichen Projekt. Während die Bezeichnung “Industriedesign” in vielen Ohren abwertend klingen mag, bedeutete dies dennoch eine Revolution der Wohnkultur.

Design und Industrie – Richard Riemerschmid Möbel Entwürfe setzen Maßstäbe

Die Schönheit des Jugendstildesigns wurde einer breiteren Bevölkerung zugänglich gemacht und konnte so als prägende Vorstellung von Einrichtung und Design des frühen 20. Jahrhunderts ihren Siegeszug antreten. Richard Riemerschmids Möbel bestechen durch ihre zeitlose Schönheit und durch die Verwendung durchweg hochwertiger Hölzer und Materialien. Wie für den Jugendstil stilprägend, finden sich auch in vielen Richard Riemerschmid Möbeln die charakteristischen floralen Muster und stilisierten Ornamente. Riemerschmid Möbel wurden von führenden Möbelherstellern, etwa der Firma Larsen Furniture re-editiert. In deren Sortiment finden sich hochwertige polster- oder lederbezogene Armlehn- und Musikzimmerstühle nach Riemerschmidmotiven.

Wer sich von Riemerschmids Entwürfen, der auch als Architekt wirkte, berauschen und begeistern lassen möchte, sollte unbedingt die Münchner Kammerspiele, das damals weltweit erste Jugendstiltheater der Welt, besuchen. Wenn Sie von der architektonischen Schönheit dieses Baus ebenso begeistert sind, wie Jugendstilliebhaber aus aller Welt, sind Riemerschmid Antiquitäten Jugendstil ein wertvoller Einrichtungstipp für Sie!

Antiquitäten Schrank – der Frankfurter Wellenschrank

30 April 2010

Eine Spielart der wertvollen Frankfurter Schränke – der Frankfurter Wellenschrank. Mitte des 17. Jahrhunderts entwarf der Frankfurter Schreinermeister Friedrich Unteutsch in seiner Schreinerei erste Prototypen des prunkvollen Frankfurter Schranks – eine Bezeichnung, die sich später für prachtvolle Kleiderschränke barocken Stils durchsetzte.

Frankfuter Wellenschrank – kein Möbel der Bescheidenheit

Aus seiner Werkstatt eroberte der Frankfurter Schrank die Welt – damals dauerte die Herstellung der oft aufwendig verzierten und häufig aus Nussbaum-Furnier, aber auch anderen massiven Holzarten, mindestens ein Jahr. Antike Frankfurter Schränke kommen mittlerweile nicht immer aus Frankfurt, ein Großteil der von Antiquitätenhändlern hoch gehandelten Frankfurter Schränke kommt jedoch aus der Metropole am Main, in der der Prototyp des Frankfurter Schrank entworfen wurde, oder aus dem näheren Umfeld. Für die Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts typisch, sind die Schränke eher als klobig zu bezeichnen. Wer damals einen solchen Schrank besaß, wollte nicht unbescheiden auf seinen Reichtum an wertvollen Leinenwaren hinweisen, die man in solchen Schränken verstaute. Heute sind Frankfurter Schränke hochgeschätzte Antiquitäten, die nach wie vor wertvoll gehandelt werden und gerade in freien Räumen voll zur Geltung kommen.

Gewellte Profilleisten prägten den Wellenschrank Begriff

Eine besonders wertvolle und edle Spielart dieses Möbels ist der Frankfurter Wellenschrank. Namen gebend für den Wellenschrank sind die querfurnierten, gewellten Profilleisten. Durch diese ergibt sich ein formschönes Wellenprofil an den Frontseiten und oft auch Seitenteilen dieser massiven Schränke. Wie bei anderen Frankfurter Schränken auch steht der Wellenschrank häufig auf den charakteristisch-barocken Kugelfüßen, die mal rund, mal gequetscht ausgebildet sind. Je aufwendiger ein Frankfurter Wellenschrank verarbeitet und verziert ist, je besser er erhalten und je älter er ist, desto höher sein Wert.

Antiquitäten Vitrinen – Kennzeichen der Gründerzeitvitrine

26 April 2010

Gründerzeit Antiquitäten – was macht eigentlich das Besondere einer Gründerzeitvitrine aus? Die Stilepoche der Gründerzeit steht für Aufschwung, Aufbruchstimmung und gipfelnden Wohlstand des Bürgertums. Es war Gründerzeit, als im 19. Jahrhundert die Industrialisierung in Mitteleuropa für einen wahren Wirtschaftsboom sorgte. Es entwickelte gerade das Bürgertum ein neues stolzes Selbstverständnis, das Schluss mit einer Bescheidenheit in der Wohnkultur machte: Jeder sollte sehen können, dass das Bürgertum zu neuem Reichtum gekommen war. Entsprechend entwickelten sich die Einrichtungen der Häuser zu dieser Zeit. Die Gründerzeitmöbel, sollten der Ausdruck des neuen bürgerlichen Selbstbewusstseins sein. Es kann also kaum jemanden verwundern, dass die antiken Vitrinen, Stühle, Tische und Schränke aus der Gründerzeit auch heute noch als echte Schmuckstücke wahrgenommen werden. In Ihnen mischen sich viele Stilrichtungen vergangener Zeiten, wie der Renaissance, dem Barock und des Rokoko.

Repräsentatives Möbel – die Gründerzeitvitrine

Gerade Gründerzeitvitrinen sind Antiquitäten aus dieser Zeit, die auch im modernen Wohnraum voll zur Geltung kommen. Vitrinen aus dieser Aufschwungzeit des Bürgertums im 19. Jahrhundert hatten damals vor allem eine repräsentative Funktion: Dunkles Holz, wie Nussbaum oder Eiche, und aufwendige Verzierungen, die an die Kunstformen der Renaissance erinnern, sind typisch für Gründerzeitmöbel. Nicht nur die aufwendigen Verschnörkelungen und neobarocken Verzierungen greifen vergangene Stilepochen auf, sondern auch die Form der Möbel orientiert sich an den klobigen, kantigen Formen, die auch schon in der Renaissance zugegen waren. Kennzeichen für Gründerzeitvitrinen sind des Weiteren die charakteristischen Kugelfüße oder gedrechselte Beine und Verstrebungen an Vitrinen oder Schrankaufsetzern.

Antike Kommoden so erkennt man eine antike Kommode

23 April 2010

Antiquitäten liegen immer im Trend – auch und gerade im 21. Jahrhundert lassen sich Möbelliebhaber und Einrichtungsfreunde von der Schönheit und hochwertigen Verarbeitung der Möbel der vergangenen Jahrhunderte und Stilepochen begeistern. Zunehmend führt die Beliebtheit von Antiquitäten auch zu einem Boom von billigen Replikaten und Händlern, die versuchen mit dem Verkauf von Kopien antiker Möbel Gewinn zu machen. Möchten Sie also eine echte, antike Kommode erwerben, hilft nur der aufmerksame Blick und im Zweifelsfall der Rat eines Experten. Antike Kommoden sind im Gegensatz der “auf-alt-gemachten” Replikate beinahe immer aus massivem Holz oder Leimholz und nicht wie die moderne Massenware aus günstigerem Holz-Furnier.

Bearbeitungsmethode macht bei antiken Kommoden den optischen Unterschied

Antike Kommoden verfügen, sofern Sie noch nicht aufgearbeitet wurden, über eine natürliche Patina. “Neuen, falschen Antiquitäten” wurde diese Patina künstlich auferlegt, was man meistens sehen kann, da es sich um echte Gebrauchsspuren handelt. Ein Hinweis, der auch Laien erkennen lässt, ob eine Kommode tatsächlich älter ist als aus dem Jahr 1840, dass Sie keinerlei scharfe Kanten aufweisen darf. Denn zu dieser Zeit gab es noch keine Kreissägen oder ähnliche Werkzeuge, mit denen Hölzer auf diese Weise verarbeitet wurden.

Um stets Antiquitäten von Fälschungen zu unterscheiden braucht es aber letztendlich viel Erfahrung und Know how. Lassen Sie sich am besten vom Antiquitätenhändler Ihres Vertrauens beraten und lernen Sie Stück für Stück, was z.B. eine antike Kommode oder andere Antiquitäten so wertvoll macht und wie Sie von neueren Möbeln zu unterscheiden sind.

Antiquitäten Barock das sind die Kennzeichen des Barockschrank

21 April 2010

Der Barock ist eine kunstgeschichtliche Stilepoche, die der Renaissance folgte und dem Klassizismus vorausging und umfasst in etwa die Zeit von 1600 bis 1770. Möbel aus dieser Epoche sind opulent und reichlich verziert. Sie erinnern uns an den Ludwig XIV, dem Sonnenkönig Frankreichs, der im Schloss in Versailles im vollkommenen Überfluss und Luxus schwelgte.

Schränke aus der Epoche des Barocks bestehen zumeist aus poliertem Holz, das durch das Spiel mit Licht und Schatten besticht. Hierzu wurden edle Holzarten, wie Palisander, Kirschbaum oder Ebenholz verarbeitet, das zu kunstvollen Formen gedrechselt wurde. Die geschwungenen Linien und die bauchigen Flächen sowie die spiralförmigen, stark verschnörkelten Beine wurden zum typischen Merkmal von Möbeln im Barockstil.

Intarsien und Bronzebeschläge – zwei mögliche Kennzeichen eines Barock Schrank

Neben der typischen gewellten Silhouette stehen Intarsien aus Elfenbein oder Schildplatt, Halbedelsteinen und edlen Metallen, wie Gold oder Bronze im Mittelpunkt der Arbeit. Auch Applikationen und Bronzebeschläge sind ein typisches Kennzeichen barocker Schränke und anderer Möbel aus dieser Epoche. Schränke aus dieser Zeit sind verschnörkelt und üppig in ihrer Form und Ausgestaltung. Sie sind häufig bis ins kleinste Detail mit Verzierungen versehen. Durch ihre Extravaganz und Opulenz benötigen Barockschränke viel Platz, um auf den Betrachter wirken zu können, denn die Stilepoche des Barocks stellte klar den künstlerischen Aspekt des Möbels vor den Nutzen.

Antik Schränke – schön eingerichtet mit antiken Schränken

17 April 2010

Schluss mit 08/15-Wohnen, antike Schränke zeugen von gutem Geschmack und Individualität. Der Trend geht zur industriellen Bearbeitung, die eher auf kostengünstiges Fichtenholz oder das noch preiswertere Holz-Furnier anstelle von hochwertigen Materialien setzt. Quasi kostenlos dazu bekommen die Kunden dann auch noch leider oftmals allzu einfallsloses Design, welches sich in den Massenmöbelläden unserer Zeiten leider viel zu oft mit geringerer Qualität gepaart im Angebot findet. Statt Möbel erhalten stehen die Zeichen auf Möbel neu kaufen, das freut den Hersteller und sorgt für einen deutlich geringeren Anspruch an die Haltbarkeit der Möbel.

Moderne Möbel Massenware lassen Indiviualität verkümmern

Ganz nebenbei hat die Massenware vom Fließband hat dazu beigetragen, dass sich Wohnungen und Einrichtungen oft wie ein Ei dem anderen gleichen. Dabei lassen sich Individualität und guter Geschmack auch mit der Inneneinrichtung und der Wahl der Möbel unter Beweis stellen. Statt einer Eiche Schrankwand, wie Sie auch Ihr Nachbar hat, sollten Sie sich einmal mit Antiquitäten beschäftigen: Antike Schränke können aus einer 0815-Einrichtung eine stilvolle und hochwertige Wohnatmosphäre schaffen.

Antik Möbel und antike Schränke – Handarbeit von bleibender Schönheit

Antiquitätenliebhaber wissen zu Recht um den besonderen handwerklichen Wert, den Antiquitäten mit sich bringen: In den vergangenen Jahrhunderten wurden Schränke noch in mühevoller Handarbeit und nur unter Verwendung solider Materialen gebaut, schließlich sollten sie ein ganzes Leben und am besten noch viel länger halten. Antike Schränke müssen dabei nicht zwangsläufig mit anderen Antiquitäten kombiniert werden. Im Gegenteil kann bei einer Einrichtung, die moderne Designermöbel mit antiken Möbelstücken kombiniert, eine intensive ästhetische Spannung entstehen: Die moderne Exklusivität von Designerstücken aus dem 21. Jahrhundert wird unterstrichen durch die geschmackvolle Schönheit vergangener Stilepochen und umgekehrt. Original antike Möbel sind zudem eine lohnende Investition. Nicht nur verwandeln Sie Ihre Wohnung in einen Hort des guten Geschmacks (wobei mittlerweile auch der schlechte Geschmack als Verkaufsansatz gelten kann), betrachtet man den florierenden Antiquitätenmarkt können Sie zu Recht von einer guten Geldanlage sprechen.

« Vorherige SeiteNächste Seite »