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Antiquitäten Kleiderschrank – der Gründerzeit Kleiderschrank

26 Mai 2010

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Deutsch-Französischen Krieg Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich mit der Gründerzeit ein neues Lebensgefühl. Das Bürgertum präsentierte mit Möbeln zunehmenden Wohlstand. Ein repräsentativ stattlicher Stil zog mit kantigen, reich geschmückten Gründerzeit-Möbeln in die Wohnungen ein. Großzügige Räumlichkeiten boten für diesen Stil ideale Stellmöglichkeiten. Es stand jedes Detail dekorativ im Mittelpunkt und die Gründerzeit-Möbel wurden zu Repräsentanten eines neu erworbenen Statussymbols.

Gründerzeit-Möbel Spiegelbild des Zeitgeist

Die Gründerzeit bzw. die geschichtliche Epoche ist nicht mit dem Zeitraum, in dem typische Gründerzeit-Möbel hergestellt wurden, gleichzusetzen. Diese Zeitspanne begann Mitte des 19. Jahrhunderts und reichte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nur Stil und Form entscheiden bei der Zuordnung aller Antiquitäten. Massive Möbel aus Eiche oder Nussbaum wurden als kantige Formen hergestellt, die markant strukturiert und durch beachtenswerte Handwerkskunst reich verziert waren. Ornament-Schnecken, verzierte Säulenelemente, Pilaster, gedrechselte und profilierte Kugelfüße, schlichte Fußklötzer, Reliefs, Zierknäufe und bekrönende Aufsätze sind nur einige Beispiele. Ein antiker Gründerzeit Kleiderschrank beeindruckt mit seiner Kranzgestaltung, zwei verzierten Schranktüren und unten mit einem durchgehenden oder geteilten Schubkastensystem. Stilvolle Metallbeschläge runden das Bild ab.

Antikmöbel Gründerzeit Kleiderschrank als charmantes Einzelstück

Eine komplette Einrichtung mit Gründerzeit-Möbeln ist durch die Wuchtigkeit eher in der heutigen Zeit selten. Jedoch als Kontrastelement ist der optimal aufgearbeitete antike Kleiderschrank eine attraktive Ergänzung zu schlichten, modernen Möbeln mit Glas und Metall. Dieser Kleiderschrank ziert nicht nur Schlafbereiche. Er verleiht jedem großzügigen Dielenbereich ein besonderes Charisma, erzählt Geschichten der Vergangenheit.

Antiquitäten Vertiko so erkennt man ein Vertiko

23 Mai 2010

Ein Vertiko ist ein so etwas wie ein Zierschrank, d.h. ein oftmals schmales Möbelstück, das durch seine vertikale Ausrichtung viel Platz bietet und gleichzeitig Raum sparen kann. Das klassische Vertiko besteht aus zwei hochformatigen Türen, die im Innenraum des Schranks diverse Regalbretter verdecken, und ein oder zwei darüber liegenden Schubladen.

Otto Vertikow tischlerte das erste Vertiko

Oftmals befindet sich auf dem Vertiko selbst eine Galerie oder ein anderer Aufsatz, der ebenfalls zum kunstvollen Äußeren des Vertikos beiträgt. So können Gegenstände, die auf der Deckplatte des Vertikos präsentiert werden, an Aufmerksamkeit und Fokus gewinnen. Nicht, wie man meinen könnte, hat das Vertiko seinen Namen durch seine vertikale Ausrichtung erhalten. Der Hersteller der ersten Vertikos war Otto Vertikow, ein Berliner Tischler. Er verlieh seinen Möbelstücken zunächst den Namen Vertikow, der aller Wahrscheinlichkeit nach aber über die Jahre das abschließende “W” verlor.

Vertiko ein typisches Gründerzeit Möbel

Vertikos waren vor allem in der Gründerzeit sehr modern und wurden damals wie heute aus sehr unterschiedlichen Holzarten gefertigt. Neben Weichholz kommen auch hochwertige Holzarten für die fertigung in Frage. Antiquitäten Vertiko haben oft künstlerische Kanten und Veredelungen aufzuweisen. Ihre antike Herkunft sieht man diesen Möbelstücken also bereits auf den ersten Blick an. Diese Schnitzereien werden durch schöne metallene oder aus Porzellan bestehende Griffe perfekt ergänzt und machen das Ganze komplett. Viele der echt antiken Vertikos sind aus Fichtenholz gefertigt.

Antiquitäten Kommode – Gründerzeit Kommode

13 Mai 2010

Die Gründerzeit leitete Ende des 19. Jahrhunderts durch wachsenden Wohlstand ein neues Wohngefühl ein. Massive Möbel mit kantiger Grundstruktur und handwerklich attraktiven Verzierungen rückten in den Mittelpunkt der Wohnkultur. Großzügige Raumaufteilungen ermöglichten stilvollendete Einrichtungen mit Gründerzeit-Möbeln. Vorrangig prägten Hölzer und entsprechend auch Möbel aus den Hölzern Eiche und Nussbaum diese Stilepoche. Edelhölzer waren damals wie heute eine teure Art des Einrichtens, das trifft auch – vielleicht ein bisschen überraschend – auf das eigentlich in Mitteleuropa durchaus vorhandene Nussbaum-Holz zu. Weichholzmöbel mit speziellen Oberflächenlasuren oder als furnierte Ausführung ermöglichten den unteren Gesellschaftsschichten ebenfalls das Einrichten mit Gründerzeit-Möbeln.

Zeitloses Möbel Kommode als praktischer und formschöner Stauraum

Kommoden sind zu allen Zeiten beliebt und praktisch. In den Schubkästen gibt es viel Stauvolumen und unterschiedliche Schubkästen-Systeme verleihen Individualität. Attraktive Zierelemente sind Zeugen einer beeindruckenden Drechselkunst. Jedes Detail fasziniert. Die Deckelplatten gefallen mit der typischen Profilierung, über die gern liebevoll die Finger gleiten. Schnecken, Lisenenleisten und Diamantenquader sind nur einige Zierelemente. Der vorderen Fußgestaltung wurde viel Bedeutung beigemessen. Sie rundet mit profilierten oder gedrechselten Kugeln das Erscheinungsbild ab. Im hinteren – für den Betrachter nicht einsehbaren – Bereich sind nur schlichte Holzklötzer als Standfüße angebracht. Ein weiteres Gestaltungselement sind die verzierten und zierlich geschwungenen Griffe aus verschiedenen Metallen. Als Blindattrappe oder mit Schließmechanismus liegen diese angenehm in der Hand.

Stillvoll wohnen mit antiken Kommoden der Gründerzeit

Antike Kommoden aus der Gründerzeit sind in der heutigen Zeit besonders edle Einrichtungsgegenstände mit interessanter Vergangenheit. Sie fügen sich als dekoratives Einzelstück optimal in jedes Wohnambiente ein. Wertvolle Maserungen künden von der Vielseitigkeit des Holzes mit seinen Lebensadern. Edle Oberflächen setzten besondere Akzente. Stilvoll wohnen mit einer antiken Kommode aus der Gründerzeit muss kein Traum bleiben.